Schulgeschichte
Der Schulverband des
Schulzentrum Moorrege wurde aufgrund von Beschlüssen der Gemeindevertretung von
Haselau, Haseldorf, Heist und Moorrege während der konstituierenden Sitzung der
Schulverbandsversammlung am 25.10.1971 gegründet. Er hatte sich zur Aufgabe
gemacht eine Hauptschule und eine Realschule in Moorrege unter den Vorschriften
des schleswig-holsteinischen Schulgesetztes zu errichten und zu unterhalten.
Organe des Schulverbandes sind die Verbandsversammlung, die aus 15 von 4
Gemeinden entsandten Gemeindevertreterinnen und -vertretern besteht (2 aus
Haselau, je 3 aus Haseldorf und Heist und 7 aus Moorrege) und der
Verbandsvorsteher. Von der Gründung bis 1982 war dies Karl Weinberg, bis 1994
war es Ewald Sorgenfrei und seit 1994 ist es Karl-Heinz Weinberg. Alle
bisherigen Verbandsvorsteher waren oder sind Bürgermeister der Gemeinde
Moorrege. Nach der Verbandssatzung werden alle Verwaltungsangelegenheiten für
den Schulverband - dazu gehören vor allem die Haushalts- und Kassengeschäfte und
die Schulverwaltung- vom Amt Moorrege verwaltet. Doch wie fing es eigentlich an?
Nach der Gründung des Schulverbandes 1971 sollte nach dem Generalschulplan von
1966 in Moorrege zugleich für die Gemeinde Haselau, Haseldorf und Heist eine
zweizügige Hauptschule gebaut werden. Im Winterhalbjahr 1970/71 wurde
festgestellt, dass diese Hauptschule nicht wie ursprünglich geplant auf dem
Grundstück der heutigen Grundschule in Moorrege Klinkerstraße 8 gebaut werden
sollte, sondern auf dem Gelände des jetzigen Schulzentrums in Moorrege errichtet
werden sollte. Der 1971 eingesetzte "Arbeitsausschuss Schulbau" (heute Finanz-
und Bauausschuss des Schulverbandes) nahm seine Arbeit auf. Doch schon im
Winterhalbjahr 1971/72 gewann der Wunsch nach einer Errichtung einer Realschule
immer mehr Bedeutung. Die Realschule in Uetersen "platzte zusehends aus den
Nähten", so dass die vier verbandsangehörigen Gemeinden bereits im Frühjahr 1972
Grundsatzbeschlüsse über die gleichzeitige Errichtung einer Realschule fassten.
Das geschah aber unter der bis heute nicht erfüllten Vorrausetzung, dass die
Gemeinde Moorrege als "zentraler Ort" anerkannt wird und somit die sogenannten
Zentralitätsmittel für den Betrieb der Realschule erhält. Nun ging alles recht
schnell: Nach der Aufnahme in das Schulbausonderprogramm des Landes wurde am
25.6.1973 die Aufstellung eines Vorentwurfs durch die Architekten Neumann &
Derlich, Pinneberg, beschlossen. Am 16.12.1973 konnte dann mit dem Bau begonnen
werden. Nach nur 9 Monaten konnte der erste Bauabschnitt am 12.9.1974 durch den
damaligen Kultusminister Prof. Dr. Braun eingeweiht werden. Mit dem Bau des
zweiten Abschnittes konnte zu den Sommerferien 1976 begonnen werden. An der
Einweihung, die am 15.7.1977 feierlich begangen wurde, nahm der damalige
Ministerpräsident Dr. Gerhard Stoltenberg als Ehrengast teil. Am 7.7.1978 konnte
das Richtfest für zwei weitere Baumaßnahmen gefeiert werden: die Sporthalle und
die Lehrerküche. Die Lehrerküche existiert eine Jahre nur "auf dem Papier", denn
sie wurde zweckentfremdet verwendet: Zwei Klassenräume waren vordringlicher. Die
Sporthalle konnte als Dreifeldhalle gebaut werden. Die Sporthalle " An'n
Himmelsbarg" und die Sonderräume der Gemeinde Moorrege (Restaurant mit
Doppelkegelbahn, Altentagesstätte, Jugendraum) wurden am 26.9.1979 in
Anwesenheit des damaligen Innenministers Titzck eingeweiht. Bereits im November
1979 musste überlegt werden, ob weitere Klassenräume gebaut werden sollten. 24
Klassen in der Haupt - und Realschule standen nur 15 Klassenräumen gegenüber, so
dass viele Sonderräume (Schülerbücherei, Fachräume usw.) nicht ihrem
vorgesehenem Zweck genutzt werden konnten. Am 5.6.1980 wurde die
schulaufsichtliche Genehmigung zur Aufstellung von zwei Klassenräumen in
"Pavillonbauweise" erteilt, und schon am 25.9.1980 konnten die neuen Räume den
Schulen übergeben werden. Als letzte große Maßnahme konnte 1981/82 ein Stadion
("Kampfbahn Typ C") gebaut werden. Mittlerweile gehen insgesamt 473 Schüler auf
die Haupt - und Realschule Moorrege. Die Schüler kommen aus den Regionen: Appen
(100), Groß Nordende(1), Haselau(34), Haseldorf(74), Heist(104), Hetlingen(3),
Holm(2), Moorrege(132), Neuendeich(2), Pinneberg(4), Tornesch(2) und
Uetersen(15).
Zur Namensgebung
" An'n Himmelsbarg"
Die Gemeindevertretung
Moorrege und die Schulverbandsvertretung sprachen sich am 11. bzw. 12. Oktober
1978 dafür aus, der im Bau befindlichen Sporthalle als auch den gemeindlichen
Sonderanlagen einen Namen zu geben. Vorschläge für die Namensgebung sollten die
Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule des Schulzentrums einreichen.
Am 14.11.1978 stand der Name endgültig fest mit:
"An'n Himmelsbarg"
Damit lebt eine alte
Flurbezeichnung nach den Kasterunterlagen weiter. Inzwischen ist die Bezeichnung
"An'n Himmelsbarg" weit über ihre Grenzen des Schulverbandsbereich hinaus ein
Begriff für den Sport, aber auch für außerschulische Aktivitäten der Vereine in
Moorrege.